04.05.2022

Ministerin Scharrenbach: Landesregierung vereinbart Zusammenarbeit für mehr bezahlbaren Wohnraum auf 450.000 Quadratmetern im Ruhrgebiet

Das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung teilt mit:

Um im „Ballungsraum Ruhrgebiet“ mehr bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, hat die Landesregierung Nordrhein-Westfalen mit den Städten Bottrop, Dinslaken, Duisburg, Gelsenkirchen, Herne, Marl und Oberhausen sowie der Immobilien-Unternehmensgruppe FAKT Wohnungsbau AG (FAWAG) am 4. Mai 2022 in Marl eine offizielle Zusammenarbeit vereinbart. Hierzu wurde ein „Letter of Intent“ von Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen, Vertreterinnen und Vertreter der Kommunen und der FAWAG unterzeichnet. Die Vereinbarung sieht Investitionen in Grundstücke mit einer Gesamtfläche von 450.000 Quadratmetern in den Ruhrgebietsstädten vor. Das darin erklärte Ziel: qualitativ hochwertige, generationenübergreifende, lebendige neue Quartiere schaffen.

Ministerin Scharrenbach: „Mit der heutigen Unterzeichnung haben wir den Grundstein für rund 4.000 neue und bezahlbare Wohnungen im Ruhrgebiet gelegt. Das ist ein echter Meilenstein. Auf den rund 450.000 Quadratmetern sollen unterschiedliche Formen und Finanzierungsmodelle entstehen: Von Eigentumswohnungen und -häusern über Mietwohnungen für Einzelhaushalte bis zur barrierefreien Seniorenwohnung. Durch Grün- und Freiflächen sowie Spielplätze soll auch für Familien mit Kindern ein attraktiver Wohn- und Lebensraum gestaltet werden. Ich freue mich, dass es gelungen ist, diese Partnerschaft einzugehen. Rund 1,5 Milliarden Euro beträgt das Investitionsvolumen, dass wir unter dem Dach der öffentlichen Wohnraumförderung für neuen attraktiven Wohnraum für unsere Bürgerinnen und Bürger bewegen und einsetzen wollen.“

Sören Link, Oberbürgermeister der Stadt Duisburg: „Dieser Letter of Intent ist für alle sieben beteiligten Kommunen des nördlichen Ruhrgebiets ein wichtiger Baustein, um die Wohnsituation für rund 1,4 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner zu verbessern. Geförderter und damit auch preiswerter Wohnraum - und das auch noch mit klimafreundlichen Standards - muss schnell vorangebracht werden. Diese Herausforderung müssen und wollen wir gemeinsam unter dem Dach der FAWAG tatkräftig begleiten.“

Bereits im Vorfeld hatte die FAWAG potenzielle Flächen für Investitionen in den Wohnungsbau identifiziert. Hierbei wurden insbesondere auch schwierige Flächen wie Problemimmobilien in den jeweiligen Städten in den Blick genommen.

Ein besonderes Augenmerk soll bei den anstehenden Wohnbauprojekten zudem auf den Themen Klimaschutz und Nachhaltigkeit liegen: Dafür wird in den Quartieren auf Verflechtungen verschiedener Energielösungen zurückgegriffen mit dem Ziel einer CO2-freien Energieversorgung, die auf fossile Brennstoffe verzichtet. Für das Bauen gilt das Stichwort „ressourcenschonend“. Das heißt, es sollen soweit möglich CO2-freie Baustoffe verwendet werden. Im Zusammenspiel mit einer leistungsfähigen digitalen Infrastruktur sollen die Projekte so nachhaltig und zukunftsfähig gemacht werden.

Dr. Kirsten Schulte-Kemper, Vorstand der FAWAG: "Wir planen ganzheitliche Quartiersentwicklungen unter energetischen, digitalen und CO2-Gesichtspunkten. Vor allem aber sollen familienfreundliche Wohnungen entstehen, die auch unter den Gesichtspunkten Mehrgenerationen, Verkehrssicherheit und Einbindung in die Natur entwickelt werden.“

Die in Gründung befindliche Metropole Ruhr Bau AG, unter Leitung von Prof. em. Hubert Schulte-Kemper, möchte die Flächenpotentiale zukünftig für die öffentliche Wohnraumförderung nutzen.

 

Hintergrund:

Der Letter of Intent wird unterzeichnet von Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen, Oberbürgermeister Sören Link (Duisburg), Bürgermeister Werner Arndt (Marl), Bürgermeisterin Michaela Eislöffel (Dinslaken), Stadtrat Karlheinz Friedrichs (Herne), Beigeordneter Dr. Thomas Palotz (Oberhausen), Dr. Kirsten Schulte-Kemper (Vorstand der FAWAG), Prof. em. Hubert Schulte-Kemper (Vorstand der Metropole Ruhr Bau AG in Gründung) sowie Vertreterinnen und Vertreter aus den Städten Bottrop und Gelsenkirchen.

 

Weitere Informationen zur öffentlichen Wohnraumförderung des Landes Nordrhein-Westfalen finden Sie hier.