Symbolfoto Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur

Landesregierung stärkt Denkmalpflege

Mehr Geld für den Denkmalschutz: Für 2019 stehen insgesamt rund 16 Millionen Euro für die Denkmalpflege zur Verfügung.

Bau

Mit der Denkmalförderung sichert die Landesregierung das kulturelle Erbe, denn Baudenkmäler sind Teil des Gedächtnisses unseres Landes. Nordrhein-Westfalen verfügt über rund 82.000 Baudenkmäler und rund 6.100 Bodendenkmäler.

Der Schwerpunkt der finanziellen Unterstützung  liegt auf Sanierungs- und Erhaltungsmaßnahmen. Die Fördermittel für die Denkmalpflege ermöglichen es, gerade das große Engagement von Privaten in unserem baukulturellen Erbe zu unterstützen. Zugleich ist die Förderung auch als Dank und Anerkennung für den vielfältigen ehrenamtlichen Einsatz im Denkmalschutz zu werten.

Neue Förderrichtlinien für die Denkmalpflege

Mit den „Förderrichtlinien Denkmalpflege“ unterstreicht Landesregierung Nordrhein-Westfalen den Willen, die historisch-kulturellen Wurzeln unseres Landes zu bewahren. Sie sind ein festes und tragfähiges Fundament, um darauf Neues aufzubauen: Im Bewusstsein unserer Vergangenheit, um Gegenwart und Zukunft gemeinsam zu gestalten. Das historisch-kulturelle Erbe unseres Landes steht für die Entwicklung der Landesteile und Regionen von Nordrhein-Westfalen und legt darüber Zeugnis ab. Die heutigen Generationen stehen in der Verantwortung, Tradition und Moderne miteinander zu verbinden. Damit sind Denkmäler fester Teil unserer Heimat und sind Orte der Identität und der Identifikation – für Jung und Alt.

Am 01. Juli 2019 treten in Nordrhein-Westfalen die „Richtlinien über die Gewährung von Zuwendungen für Denkmalschutz und Denkmalpflege (Förderrichtlinien Denkmalpflege)“ in Kraft. Bis zum 31. Dezember 2018 galten in Nordrhein-Westfalen zwei getrennte Förderrichtlinien: Die „Richtlinien über die Gewährung von Zuwendungen zur Erhaltung und Pflege von Denkmälern (Förderrichtlinien Denkmalpflege)“ und die „Förderrichtlinie Bodendenkmalpflege“. Beide Richtlinien sind nun in einer Förderrichtlinie zusammengefasst.

Die neuen Förderrichtlinien umfassen drei Programmteile:

  1. Pauschalzuweisungen an Gemeinden und Gemeindeverbände zur Förderung von Denkmalpflegemaßnahmen,
  2. die Förderung von denkmalpflegerischen Einzelprojekten zum Erhalt und zur Pflege von Baudenkmälern und
  3. die Förderung des Erhalts und der Pflege von Bodendenkmälern.

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Fördermittel 2019

Insgesamt fördert das Ministerium denkmalpflegerische Maßnahmen mit rund 16 Millionen Euro.  Damit werden Maßnahmen der Bodendenkmalpflege, Einzelprojekte an Baudenkmälern von Privaten, Kirchen und Kommunen sowie Jugendbauhütten unterstützt. Im Einzelnen setzt sich die Förderung wie folgt zusammen:

Bodendenkmalpflege der Gemeinden/Gemeinde-Verbände: 3.707.000,- Euro

Private und kirchliche denkmalpflegerische Maßnahmen (Baudenkmalpflege): 9.309.071,- Euro

Pauschalmittel für die Kommunen: 1.475.776 Euro

Restaurierung an Kirchenbauten von besonderer Bedeutung (Dombauhütten): 1.500.000,- Euro

Jugendbauhütten der Deutschen Stiftung Denkmalschutz: 100.000,- Euro

Die Fördermittel für Kirchenbauten von besonderer Bedeutung unterstützen die bedeutenden Dome und Bauhütten mit ihren spezialisierten Handwerks- und Ausbildungsbetrieben. Darunter fallen etwa die Hohe Domkirche zu Köln, die Wiesenkirche in Soest und der Dom zu Xanten. Dazu ist auch die Förderung der Jugendbauhütten in Duisburg-Raesfeld und Soest zu rechnen.

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