Bewohnergetragene Projekte

Von Bewohnern für Bewohner

Wohngruppen, Genossenschaften und andere bewohnergetragene Bauprojekte können durch die Wohnraumförderung unterstützt werden.

Bau

Wenn eine Gruppe von Menschen ihre Wohnwünsche und -vorstellungen selbstbestimmt in einem gemeinschaftlichen Wohnungsbauprojekt realisieren möchten, können sie als Wohn-/ Baugruppe mit einem Investor zusammenarbeiten und die entstehenden Wohnungen mieten. Zudem kann die Bewohnergemeinschaft eine Genossenschaft, eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR), eine Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG) oder bei der Variante Mietersyndikat eine GmbH gründen.

 

Bauförderung

Grundsätzlich können bewohnergetragene Wohnungsbauprojekte, Wohngruppen oder Genossenschaften genauso wie andere Investoren eine Förderung im Rahmen der sozialen Wohnraumförderung (Mietwohnraum- oder Eigentumsförderung) beantragen. Ein entsprechendes Förderdarlehen kann für die Wohnungen eines Wohnprojekts in Anspruch genommen werden, sofern die Einkünfte der  zukünftige Bewohnerinnen und Bewohner innerhalb der Einkommensgrenzen der sozialen Wohnraumförderung liegen.

Informationen zur Förderung erteilen die örtlich zuständigen Bewilligungsbehörden.

 

Förderung im Rahmen des experimentellen Wohnungsbaus

Bewohnergetragene Wohnprojektinitiativen können im Rahmen des experimentellen Wohnungsbaus eine Zuwendung gem. §§ 23, 44 Landeshaushaltsordnung (LHO) für Moderation, Rechtsberatung, Erstellung von Wirtschaftlichkeitsplänen usw. gewährt werden. Dafür müssen sie unabhängig von der Rechtsform soziale Aspekte (z.B. Mehrgenerationenwohnen, Nachbarschaftshilfe) und/oder besondere innovative Lösungsansätze (etwa energiesparende Bauweise wie Passivhaus oder Plusenergiehaus) berücksichtigen.

Voraussetzungen sind außerdem:

  • feststehende Gruppe,

  • reserviertes Grundstück,

  • Geld als Eigenkapital,

  • mindestens 30 Prozent öffentlich geförderte Wohnungen müssen in das gemeinschaftliche Wohnprojekt integriert werden.

 

Unterstützung für neu gegründete bewohnergetragene Genossenschaften

Zwei zusätzliche Fördermöglichkeiten gibt es in Nordrhein-Westfalen für neu gegründete bewohnergetragene Genossenschaften in der Startphase:

  • Darlehen zur Genosseschaftsgründung: Das Genossenschaftsgründungsdarlehen kann gewährt werden, wenn mindestens 50 Prozent der in der Genossenschaft wohnenden Haushalte innerhalb der Einkommensgrenzen der sozialen Wohnraumförderung (Einkommensgruppe A und B) liegen.

  • Ausfallbürgschaft: Auf der Grundlage des jährlichen Haushaltsgesetzes werden die beantragten Förderdarlehen für den Neu- oder Um- und Ausbau von Wohnungen sowie für die Genossenschaftsgründung durch eine Ausfallbürgschaft des Landes abgesichert.

Bei Fragen steht Ihnen zur Verfügung: Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung, Referat 406 „Experimenteller Wohnungsbau“, Kay Noell, Tel. 0211-8618-5529, kay.noell[at]mhkbg.nrw.de