Symbolfoto Gleichstellung von Frauen und Männern
©iStock / AXXEL6_+_VIEW-APART

Gleichstellung von Frauen und Männern

Frauen und Männern ist in allen Lebensbereichen ein hohes Maß an Wahlfreiheit für die eigene Lebensgestaltung zu ermöglichen.

Die rechtliche Gleichstellung von Frauen und Männern ist in der Bundesrepublik Deutschland und in Nordrhein-Westfalen lange erreicht. Jedoch: In der Praxis zeigt sich, dass Frauen in manchen Lebensbereichen vielfach immer noch gegenüber Männern benachteiligt sind.

Das Ziel der nordrhein-westfälischen Gleichstellungspolitik ist es, dafür Sorge zu tragen, dass Rahmenbedingungen hin zu einer partnerschaftlichen Lebensgestaltung weiter verbessert werden. Es gehört unverändert zu den gesellschaftspolitischen Herausforderungen, Rollenbilder, zum Beispiel in der Ausbildungs- und Studienwahl von Mädchen und Jungen, aufzubrechen. In zahlreichen Bereichen von Politik, Gesellschaft und Arbeitsleben sind Frauen immer noch unterrepräsentiert. Gleichzeitig sind Männer - vielfach entgegen ihren Wünschen - zu wenig in der Familienarbeit und Kindererziehung präsent und seltener in sozialen Berufen anzutreffen. 

Für eine partnerschaftliche Lebensgestaltung von Frauen und Männern ist es daher wichtig, dass sich diese verstärkt in Bereiche einbringen (können), die bisher überwiegend von dem anderen Geschlecht gewählt wurden.

Atlas zur Gleichstellung von Frauen und Männern in Nordrhein-Westfalen

Atlas zur Gleichstellung Nordrhein-Westfalen

Die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen hat am 8.3.2021 zum ersten Mal einen umfassenden „Atlas zur Gleichstellung von Frauen und Männern in Nordrhein-Westfalen“ veröffentlicht. Der Atlas dient der Information, Dokumentation und Evaluation der Gleichstellungspolitik. Er gibt wichtige Impulse zur Verbesserung der Gleichstellung von Frauen und Männern in Nordrhein-Westfalen und stößt neue Entwicklungen an.

Für 52 Indikatoren aus den Bereichen Partizipation, Qualifikation, Erwerbsbeteiligung, Gleichstellung im öffentlichen Dienst und Lebenssituation wurden kommunale und landesweite Daten aufbereitet. Die Daten basieren auf amtlichen Statistiken oder – für den öffentlichen Dienst – auf eigenen Erhebungen.

Der Atlas ermöglicht den 54 kreisfreien Städten und Kreisen in Nordrhein-Westfalen eine rasche Standortbestimmung in Sachen Gleichstellung. Mit aussagekräftigen Darstellungen erhalten alle gleichstellungspolitisch Interessierten eine schnelle und leicht zugängliche Übersicht, die Handlungsbedarfe sichtbar macht und Argumentationshilfe sein kann. Das Kapitel „Gleichstellung im öffentlichen Dienst“ ist auf den Bereich der Landesverwaltung beschränkt. Es ersetzt zugleich den Bericht zur Umsetzung des Landesgleichstellungsgesetzes in dessen bisheriger Form. Diese Berichterstattung wird so auch einem größeren Publikum erschlossen, ist leichter lesbar und damit besser zu nutzen. Für einzelne Indikatoren liegen keine Daten auf kommunaler Ebene vor, beispielsweise für die Verdienstunterschiede zwischen Frauen und Männern. Aufgrund seiner gleichstellungspolitischen Bedeutung wurde dieser Indikator dennoch in den Atlas aufgenommen, allerdings ausschließlich mit landesweiten Werten.